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Wald
Siehe
auch Homepage des Vereins für
Naturschutz Ramlinsburg
Waldrandschläge
04 in Ramlinsburg
Auch in diesem Jahr konnten wir wieder, an drei
verschiedenen Orten (Landschachen, Häuli und Ischlag) Waldrandschläge
ausführen. Unter anderem war dies dank der finanziellen Unterstützung
des Vereins für Naturschutz möglich. Damit ist ein weiterer
Grundstein für einen stufigen Aufbau sämtlicher Waldränder in der
Gemeinde gelegt.
„Das sieht ja schrecklich aus, all die schönen Bäume
weg! „Was hat denn das mit Waldpflege zu tun! Dies sind Aussagen,
die wir immer wieder entgegen nehmen müssen. Diese Personen haben
Recht. In kurzer Zeit verschwinden gewohnte Waldbilder. Das
Landschaftsbild verändert sich. Dies weckt Emotionen und die
Reaktionen sind verständlich. Wir versuchen dann, jeweils vor Ort zu
erklären, dass ein Baum auch nur ein Lebewesen, mit einer gewissen
Lebenserwartung ist. Ein Baum lebt auch ohne Waldbewirtschaftung nicht
ewig. Es ist richtig, dass er ohne forstwirtschaftliche Nutzung unter
Umständen älter werden würde. Hier besteht auch ein klarer
Unterschied zwischen der Nutzfunktion des Waldes und der maximalen
biologischen Lebenserwartung eines Baumes. Der ökonomische Wert des
Holzes nimmt aber, mit zunehmendem Alter sehr rasch ab. Bei der
Waldbewirtschaftung geht es letztendlich auch darum, einen ökologisch
unbestrittenen und stetig nachwachsenden Rohstoff vor der „Haustüre“
zu ernten. Die Forstwirtschaft sichert zudem ca. 10'000 Arbeitsplätze
in der ganzen Schweiz. Zählt man die nachgelagerte Industrie (Säger,
Schreiner, Industrieholzwerke etc.) dazu, sind es gar 100'000
Arbeitsplätze.
Nach bereits ein bis zwei Jahren sind die Wunden der
Holzschläge weitgehend verheilt (es wird wieder grün). Das ist ein
kurzer Zeitraum, wenn man bedenkt, dass in der Forstwirtschaft mit
Produktionszeiträumen von 80 bis 100 Jahren gerechnet wird. Durch den
Lichteinfall im Waldrandgebiet ist es möglich, dass neue, meist
lichtbedürftige Pflanzen wieder gedeihen können. Diese bieten dann
wieder unzähligen Tierarten neuen Lebensraum. Damit die Grenze
zwischen Kulturland und Wald klar erkennbar bleibt, wird diese Linie,
gut sichtbar mit Eichenpfählen markiert.
Diese zwei Fotos stammen aus dem Waldrandschlag
Landschachen. Sie zeigen eindrücklich, dass die Fäulnis bei den
Buchen teilweise schon sehr fortgeschritten ist. Beim rechten Baum
grenzt es an ein Wunder, dass er noch nicht von selbst umgefallen ist.
Er stand nur 2 m neben dem Fussweg! Die Waldeigentümer haben auch
eine gewisse Verantwortung dafür, dass die Bäume gesund sind und das
Begehen des Waldes bei normaler Witterung mit einem möglichst kleinen
Restrisiko erfolgen kann.
Bildquelle:
Broschüre pro Natura
Diese
Zeichnung zeigt, wie die Eingriffe zeitlich gestaltet werden, und
welches Ziel erreicht werden soll.
Daniel Wenk, Revierförster, 30. April 2004
weitere Informationen finden Sie beim Kanton Basel-Landschaft
oder bei

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